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Die Abteilung hat insgesamt 54 Betten auf zwei Stationen. Über 3000 Patienten werden jährlich operativ und / oder konservativ behandelt. Eine Abteilung für Krankengymnastik und Physikalische Therapie mit Bäderabteilung sind unmittelbar in die postoperative Nachsorge sowie die konservative Therapie integriert. Bei ambulant durchführbaren Eingriffen erfolgt die enge medizinische Überwachung in der angeschlossenen Tagesklinik. Zur Durchführung von Computer-assistierten Operationsverfahren stehen ständig radiologische Einrichtungen zur raschen Datenübertragung zur Verfügung. Eine hauseigene Knochenersatzbank zur operativen Behandlung schwerwiegender Knochendefekte, zum Beispiel bei ausgedehnten Wirbelsäulenoperationen und Prothesenwechseleingriffen, wird seit 16 Jahren unter strengen Sicherheitsvorkehrungen betrieben. Der mittels Ultraschall durchgeführte Ausschluß von Hüftreifungsstörungen bei Neugeborenen unserer Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe erfolgt routinemäßig.
 | | Chefarzt Prof. Dr. F.W. Koch |
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Das Team In der Orthopädischen Abteilung des St. Josef-Hospitals sind ein Chefarzt, drei Oberärzte und sieben Assistenzärzte tätig. Die Abteilung besitzt wegen des hier vorhandenen therapeutischen Spektrums die Zulassung zur vollständigen Ausbildung der Assistenten zum Arzt für Orthopädie.
So finden Sie uns Wenn Sie im St. Josef- Hospital ankommen, halten Sie sich hinter der Information links. Am Ende dieses Ganges gehen Sie rechts. Auf der linken Seite befindet sich dann das Sektretariat der Orthopädie und die Orthopädische Ambulanz
Hüftgelenkersatz Der Ersatz verschlissener Hüftgelenke erfolgt bei 270 Erstimplantationen und etwa 120 Prothesenwechseloperationen jährlich in Form zementierter, halbzementierter oder völlig zementfreier Hüftprothesen. Bei sehr alten Patienten mit der Notwendigkeit der sofortigen Vollbelastung erfolgt die Einzementierung mit speziell vakuumverdichtetem Zement. Die Haltbarkeit der zementierten Kunststoffpfannen liegt bei 13 Jahren, die des zementierten Schaftes bei etwa 17 Jahren. Patienten um das 70. Lebensjahr mit noch guter Lebenserwartung werden mit einer zementfreien Titan-Hüftpfanne und einem zementierten Hüftschaft versorgt. Unterhalb des 65. Lebensjahres bei entsprechender Rüstigkeit streben wir die Versorgung mit zementfreien Hüftprothesen an. Die zum Einsatz kommenden Keramik-Hüftköpfe reduzieren den Abrieb. In besonderen Fällen wird auf eine äußerst abriebarme Metall-Gleitpaarung von Pfanne und künstlichem Hüftkopf übergegangen. Alle verwendeten Hüftpfannen sind halbrund und passen sich so den natürlichen Gegebenheiten der ursprünglichen Pfanne an. Es werden in der orthopädischen Abteilung keine Schraubpfannen mehr eingesetzt. Die äußerst sensible Verankerung des Hüftschaftes erfolgt beim alten Menschen in Form einer möglichst anatomisch geformten Schaftprothese, die nicht zu langstielig ist und somit dem Knochen des Oberschenkels noch die Möglichkeit der Biegbarkeit unter Belastung läßt. Die Versorgung mit einem zementfreien Hüftschaft, insbesondere bei jüngeren Patienten, erfolgt nach einer 18-jährigen Erfahrung mit meist kurzstieligen , anatomisch geformten Schaftprothesen, deren Oberflächenbeschaffenheit nur noch eine körpernahe Verbindung von Metallschaft und Hüftknochen erlaubt. (Modell Eska, Tripodenstruktur, teilstrukturiert). Die dauernde Überprüfung der klinischen Langzeitresultate rechtfertigt die Verwendung und Beibehaltung dieses Systems. Als Alternative zu den sogenannten computergefertigten Hüftprothesenschäften, deren Nutzen wir zur Zeit aus Sicht des dynamischen Knochenumbaues nicht nachvollziehen, bevorzugen wir einen Titanschaft, der nur noch in seinem hüftgelenksnahen Anteil einwächst und - bedingt durch seine glatte Oberfläche - im körperfernen Oberschenkelmarkraum nur innen anliegt (Modell S-Rom). Dieser Prothesentyp erlaubt es dem Hüftchirurgen, ohne handwerkliche Einschränkung bei über 1800 Kombinationsmöglichkeiten den optimalen Schafteinsitz herzustellen, insbesondere bei entwicklungsgestörten oder zuvor umgestellten Hüftgelenken. Im Gegensatz zur computergesteuerten Schaftfräsung und Implantation erfolgt die paßgenaue Einbringung der S-ROM Hüftprothese bewußt nur im körpernahen Fünftel des Oberschenkels, so dass nur dort etwa 20% der Prothesenoberfläche fest einwachsen können. Dadurch wird die Biegbarkeit des Oberschenkels , ähnlich wie vor der Operation, in Grenzen erhalten. Weltweit wurde diese Prothese bisher in etwa 50 000 Fällen implantiert. Den gleichen Prothesentyp bevorzugen wir auch bei den jährlich etwa 120Hüftprothesenwechseloperationen, wenn ausgedehnte Knochenverluste durch die hauseigene Knochentransplantationsbank versorgt werden müssen. Das Implantat besteht aus Titan und läßt postoperativ jederzeit eine kernspintomographische Untersuchung des Hüftgelenkes ohne störende Metallartefakte zu. 4 mal im Jahr finden öffentliche Informationsveranstaltungen zum Thema der Prothetik in unserem Hause statt. Jeder Patient wird vor der Operation über das für ihn günstigste Prothesenprofil informiert.
 | | | Funktion eines Kniegelenkflächenersatzes im zeitlichen Röntgenbild |
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Kniegelenkersatz (gutartig) Der Ersatz eines durch Arthrose zerstörten Kniegelenkes erfolgt in unserem Hause nur noch in Ausnahmefällen durch achsgeführte, sogenannte gekoppelte Prothesen. Sie sind vorwiegend den Knieprothesenwechsel-operationen vorbehalten. Seit 18 Jahren wird hier der sogenannte Kniegleitflächenersatz verwandt.
Ähnlich einer Zahnüberkronung wird unter Belassung der kniestabilisierenden Bänder der verschlissene Knorpelbelag abgeschliffen und unter Wegnahme von möglichst wenig Knochen die Gleitfläche aufgesetzt. Die ständige Kontrolle von mittlerweile knapp 2000 Implantationen ( Modell Insall-Burstein I, II und Legacy) weisen auf sichere Langzeitverläufe hin. Für fraglich allergische und hochallergische Patienten liegen entsprechend gehärtete Titankomponenten bereit. Hauseigene wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse zu den hier verwendeten Knieprothesenmodellen liegen seit 1986 als Veröffentlichungen vor
Spiegelung großer und kleiner Gelenke (Arthroskopie) Die arthroskopische Untersuchung und Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen nahezu aller Gelenke gehört mit etwa 300 Eingriffen pro Jahr zum Standard der Orthopädischen Abteilung. Die Eröffnung von Gelenken ist nur wenigen Ausnahmefällen vorbehalten. Die arthroskopische Schulter-Chirurgie beseitigt schmerzhafte Schulterengpass-Syndrome durch Weitung des Schulterdaches. Verletzungen des den Oberarmkopf umhüllenden Muskel-Sehnen- Mantels ebenso wie Ausrisse der Schultergelenkskapsel nach Schulterausrenkungen werden durch kleine arthroskopische Zugänge mit speziellen Instrumenten rasch versorgt. Freie Gelenkkörper, beispielsweise im Ellenbogen- oder Sprunggelenk werden arthroskopisch entfernt. Neben der Teilentfernung oder Rekonstruktion verletzter Menisken am Knie werden routinemäßig gerissene Kreuzbänder durch körpereigenes Material ersetzt. Auf das Einbringen körperfremder Materialien wird verzichtet, die Mobilisierung der Patienten erfolgt früh. Die arthroskopische Entfernung einer entzündlichen Gelenkschleimhaut, zum Beispiel bei Rheumakranken oder bei Blutern wird in unserer Abteilung als sogenannte Frühsynovektomie durchgeführt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die konservative und häufig operative Früh- und Spätbehandlung der sogenannten Blutergelenke bei Hämophilie. Neben dem raschen und ausreichenden Ersatz der fehlenden Gerinnungsfaktoren, deren Gabe wegen der hohen Kosten durch Sondervereinbarungen mit den Krankenkassen ermöglicht wurde,erfolgt die stadiengerechte Therapie des Blutergelenkes, beginnend mit der vorsichtigen Mobilisierung aus der Lagerungsschiene heraus bis zur aktiven Stabilisierung mitMuskelaufbautraining. Die Versteifung eines Gelenkes tritt zugunsten des modernen zementierten oder zementfreien Gelenkersatzes immer mehr in den Hintergrund. Seit 1996 erfolgt in zunehmendem Maße auch die Gelenkknorpeltransplantation durch arthroskopische Verpflanzung von eigenem Knorpel des Patienten aus unbelasteten Zonen in belastete Gelenkareale. Hier wird den soliden Knorpelknochentransplantaten der Vorzug gegeben. Das mancherorts begonnene Einbringen von Knorpelzellen aus Kulturen in beschädigte Gelenkknorpelflächen wird in unserer Abteilung erst dann übernommen, wenn die klinischen Resultate zumindest mittelfristig überzeugen
Wirbelsäulenoperationen In unserem Hause werden etwa 100 wirbelsäulenchirurgische Eingriffe jährlich durchgeführt. Die konventionelle Bandscheibenchirurgie erfolgt , falls möglich, meist in mikrochirurgischer Technik. Mittels Laser-Technik wird in geeigneten Fällen die Teilentfernung der Bandscheiben sowie die Durchtrennung der schmerzleitenden Nervenfasern zerstörter Wirbelgelenke durchgeführt. Diese Operationen, wie auch die medikamentösen Bandscheibenüberflutungen, erfolgen in örtlicher Betäubung. Sämtliche Erweiterungsoperationen am Rückenmarkskanal und im Bereich der seitlichen Nervenaustritte werden durchgeführt. Unklare Schmerzzustände an der Wirbelsäule werden vor definitiven Versteifungsoperationen durch eine kurzzeitige Fixation der verdächtigen Wirbelsäulensegmente abgeklärt. Da die Fixierungssysteme auf der Rückenhaut liegen, kann ihre Entfernung ohne Betäubung schmerzfrei durchgeführt werden. Wirbelgleitprozesse und schmerzhafte Lockerungen von einzelnen Wirbelsäulenabschnitten mit Lähmungserscheinungen werden mittels Verschraubung durch Titansysteme behandelt. Der Operateur legt zwar die Wirbelsäule noch frei , die anschließende Operation selbst jedoch wird von einem Computer (Navitrac) sicher gesteuert. Er sorgt für die exakte Positionierung der Schrauben. Das Material Titan liegt reizfrei im menschlichen Körper. Sämtliche radiologischen Untersuchungen sind auch später nach der Operation zur Überprüfung des Befundes ohne Überlagerungsartefakte noch möglich.
Gelenkerhaltende Operationen Trotz der zunehmenden Tendenz zum Gelenkersatz wird in aussichtsreichen Fällen bei noch teilerhaltenen Knorpelarealen von Knie und Hüfte versucht, durch gelenkerhaltende Umstellungsoperationen den Protheseneinsatz insbesondere am Kniegelenk weit hinaus zu zögern. Hierzu gehören auch die Teilprothesenimplantationen, die den gut erhaltenen Gelenkflächenanteil nicht berühren. Bestehen auffällige Achsabweichungen mit der Gefahr der Früharthrose, so werden gelenknahe Anteile so verändert, daß sich die Körperlast möglichst gleichmäßig auf alle Gelenkflächenanteile verteilt. Durch diese Maßnahmen kann man einen künstlichen Gelenkersatz oft sehr lange hinauszögern.
Fußchirurgie Die Fußchirurgie stellt in unserem Hause mit 150 Eingriffen jährlich einen weiteren Schwerpunkt dar. Die wissenschaftliche Aufarbeitung und kritische Überprüfung unserer Behandlungsergebnisse seit 1980 (Veröffentlichungen liegen jeweils vor) weist deutlich nach, daß es sich entgegen der landläufigen Meinung nicht um einfache und risikoarme Eingriffe handelt, sondern dass gute Langzeitergebnisse nur bei behutsamer Indikationsstellung zu erwarten sind. Dies führte seit 1990 zu einem Wandel in unserer fußchirurgischen Therapie. Die althergebrachten Verfahren, die Gelenkanteile opfern, um beispielsweise einen Arthroseschmerz zu beseitigen, haben immer mehr an Terrain verloren. Stattdessen geben wir zunehmend den gelenkerhaltenden Eingriffen den Vorzug. Durch Achskorrekturen der einzelnen Mittelfußknochen oder gelenkentlastende und remodellierende Eingriffe einzelner Zehengelenke lassen sich kosmetisch wie auch von der Funktion her sehr ansprechende Ergebnisse erzielen. Die Fußform kann meist ohne Verkürzung erhalten bleiben. Auf das Einbringen von Gelenkersatzmaterialien verzichten wir, da bisher die Ergebnisse bei Verwendung künstlicher Implantate im Bereich der Zehengelenke nicht ermutigend waren. Patienten mit bekanntermaßen ausgeprägter Schmerzempfindung nach operativen Eingriffen neigen gerade im sehr sensiblen Fußbereich zu äußerst unschönen frühgestörten Heilverläufen. Bei der perioperativen Behandlung dieser Patienten wird bereits prohylaktisch ein auf langjähriger Erfahrung beruhendes Therapieschema durchgeführt.
Konservative Therapie und Schmerzbehandlung Die konservative Therapie in einer Abteilung mit operativem Schwerpunkt hat es sich zur Aufgabe gemacht, sämtliche operationswürdigen Befunde, insbesondere im Wirbelsäulenbereich zunächst auf ihre Ansprechbarkeit für konservative Maßnahmen zu überprüfen. Eine breitgefächerte physikalische Therapie, unterstützt durch Krankengymnastik und Bewegungsbad, kommt regelmäßig zum Einsatz, bevor operative Maßnahmen in Erwägung gezogen werden. Sämtliche Injektionstechniken einschließlich der Bandscheiben-überflutungen werden angewandt.
Behandlung von Knochenerkrankungen Die Altersstruktur unserer Bevölkerung konfrontiert uns zwangsläufig mit dem Problem der Osteoporose und den teils fatalen Auswirkungen des Kalksalzmangels. Drohende Schenkelhalsermüdungsbrüche werden rasch mit kleinstmöglichen Eingriffen belastungsstabil versorgt. Zusammenbrüche von Wirbelkörpern werden anfänglich einer hochdosierten Schmerztherapie zugeführt. In Einzelfällen kann der Patient mittels einer sogenannte Schmerzpumpe selbst über seine Schmerzmittelzufuhr entscheiden. Er fühlt sich dadurch weniger hilflos und abhängig. Nach Abklingen der akuten Schmerzphase legen wir Wert auf eine milde, aber rasche Mobilisation, damit der ältere Patient nicht bettlägerig wird. Neben der medikamentösen Therapie zur Verfestigung des Knochens erfolgt die stabilisierende Krankengymnastik und in wenigen Fällen eine Miederversorgung. Für schwere Verläufe steht immer ein bestimmtes Bettenkontingent zur Verfügung. Alle Betten lassen sich vollautomatisch und einfach bedienen, sodaß der Patient sich mit einem Druckknopf in die für ihn beste Lage bringen kann. Gleichzeitig erfolgt die Eruiierung der häuslichen Umgebung durch die Sozialstation unseres Hauses, um rechtzeitig Maßnahmen zur außerstationären Versorgung der Patienten einzuleiten.
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Postanschrift
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St.Josef-Hospital Troisdorf Orthopädische Abteilung Postfach 17 26 - 53827 Troisdorf Hospitalstraße 45 - 53840 Troisdorf Telefon: 02241 801-657 Telefax: 02241 801-655 orthopaedie(at)josef-hospital.de
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CHEFARZT Prof. Dr. Franz Walter Koch
LEITENDER OBERARZT Dr. Hansjörg Eickhoff
OBERARZT Dr. Adam Komusin Dr. Günter Raderschadt
ASSISTENZÄRZTE Andreas Becker David Ebert Dr. Ruth Hille P. Peter Adam Lewandowski Dr. Kirsten Mohr Kerstin Ploeger Beatrice Rath
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telefonische Erreichbarkeit
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Montags - Freitags 8.00 - 11.30 Uhr und 12.30 - 16.00 Uhr
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Den Patientenleitfaden können Sie hier herunterladen.
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